Model Context Protocol
Ein Stecker für Sprachmodelle.
MCP regelt, wie ein KI-System Werkzeuge und Datenquellen anspricht. Für Unternehmen ist es weniger ein Thema der Sichtbarkeit als eines der Anbindung.
Definition
Was das Protokoll regelt.
Das Model Context Protocol ist ein offener Standard, über den KI-Anwendungen auf Werkzeuge, Datenquellen und Vorlagen zugreifen, ohne für jede Verbindung eine eigene Anbindung zu bauen. Anthropic hat es 2024 veröffentlicht, mittlerweile unterstützen es mehrere Anbieter.
Vorher galt: Jede KI-Anwendung brauchte für jedes System eine eigene Anbindung. Bei fünf Anwendungen und fünf Systemen sind das 25 Verbindungen. Mit einem gemeinsamen Standard sind es zehn.
Praktisch besteht MCP aus einem Server, der Fähigkeiten anbietet, und einem Client im KI-System, der sie nutzt. Der Server sagt, was er kann, das Modell entscheidet, ob es das braucht.
Relevanz
Wann das ein Thema für dich ist.
Für die Sichtbarkeit in KI-Antworten ist MCP zunächst nicht entscheidend. Wer in ChatGPT genannt werden will, braucht keine Schnittstelle, sondern eine abrufbare Website. Das ist die häufigste Verwechslung in diesem Feld.
Relevant wird es in zwei Fällen. Erstens intern: Wenn Mitarbeitende ein KI-Werkzeug nutzen sollen, das auf euer Warenwirtschaftssystem, euer CRM oder eure Dokumentation zugreift, ist MCP der aufgeräumte Weg dorthin.
Zweitens extern: Wenn Agenten bei euch handeln sollen, also nicht nur nachlesen, sondern Verfügbarkeiten abfragen oder buchen. Das ist heute noch die Ausnahme und wird in einigen Branchen zur Regel werden.
Bestandteile
Was ein MCP-Server anbietet.
- Tools Funktionen, die das Modell aufrufen darf, etwa eine Verfügbarkeitsabfrage
- Resources Daten, die das Modell lesen darf, etwa Dokumente oder Datensätze
- Prompts Vorgefertigte Abläufe, die eine Anwendung anbieten kann
Die Rechtevergabe bleibt eure Aufgabe. Das Protokoll transportiert Zugriffe, es entscheidet nicht, wer was darf.
Einordnung
Was wir davon halten.
Der Standard löst ein echtes Problem und ist deshalb kein kurzlebiger Trend. Gleichzeitig sehen wir gerade viele Angebote, die MCP als Sichtbarkeitslösung verkaufen, und das ist es nicht.
Unsere Reihenfolge: erst die Website abrufbar und eindeutig machen, dann messen, und erst danach über Schnittstellen nachdenken. Wer bei Schritt drei beginnt, baut eine Tür in eine Wand, an der niemand steht.
Wenn eine Anbindung ansteht, gehört sie zur AI-Brain-Arbeit, weil dieselbe Frage dahintersteckt: Welche Informationen sind maschinenlesbar, aktuell und eindeutig?
Häufige Fragen
Zum Model Context Protocol.
Wofür steht MCP?
Brauchen wir einen MCP-Server, um in ChatGPT genannt zu werden?
Ist MCP an einen Anbieter gebunden?
Was kostet so eine Anbindung?
Wie sicher ist das?
Kann ein Modell dann auf alles zugreifen?
Ist das für interne Werkzeuge oder für Kund:innen gedacht?
Ersetzt MCP unsere API?
Bietet ihr MCP-Entwicklung an?
Woran erkennt man Angebote, die zu viel versprechen?
Nächster Schritt
Finden wir heraus, wo du in KI-Antworten stehst.
Ein Gespräch, 30 Minuten, ohne Verkaufsdruck. Du bekommst danach eine ehrliche Einschätzung, ob sich der Aufwand für dich lohnt.