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Studien zu KI-Suche, GEO und AEO

Zahlen, die eine Quelle haben.

Diese Seite sammelt Studien, deren Primärquelle wir geprüft haben. Je Eintrag: wer sie gemacht hat, wie gemessen wurde, was herauskam und der Link zum Original.

Romana Hieß hält eine Tafel mit einem Balkendiagramm, Florian Hieß ein Fachbuch zu Google Analytics 4

Stand 11. September 2026

Was hier steht und was nicht.

Aufgenommen wird nur, was eine nachprüfbare Primärquelle hat. Jeder Eintrag nennt Herausgeber, Datum, Methode und Kernbefund, und verlinkt auf das Original. Wo die Methode eine Einschränkung mitbringt, steht sie dabei.

Nicht aufgenommen werden Beiträge, die andere Studien nur zusammenfassen. In diesem Feld kursieren dieselben Zahlen über Dutzende Seiten hinweg, dabei verschieben sich Bezugsgröße und Zeitraum von Station zu Station. Am Ende steht eine Zahl ohne Herkunft, und genau die ist wertlos.

Die Auswahl ist kuratiert und nicht vollständig. Sie wird unregelmäßig ergänzt, das Datum oben sagt, wann zuletzt.

Klickverhalten

Was KI-Antworten mit Klicks machen.

  • Ahrefs · 04.02.2026

    AI Overviews Reduce Clicks by 58%

    Methode: 300.000 Keywords, davon 150.000 mit AI Overview und 150.000 informationsorientierte ohne, aggregierte Search-Console-Daten für Desktop, Dezember 2023 gegen Dezember 2025.

    Befund: Die Klickrate auf Position 1 fiel bei AI-Overview-Keywords von 0,073 auf 0,016. Gegen den Erwartungswert von 0,037 ohne AI Overview sind das 58 Prozent weniger. Dieselbe Erhebung im April 2025 kam noch auf 34,5 Prozent.

    Zur Studie bei Ahrefs

  • Pew Research Center · 22.07.2025

    Google users are less likely to click on links when an AI summary appears

    Methode: Tatsächliches Surfverhalten von 900 Erwachsenen in den USA, 68.879 Google-Suchen im März 2025. Gemessen wurde Verhalten, nicht Selbstauskunft.

    Befund: Mit KI-Zusammenfassung klickten 8 Prozent auf ein klassisches Ergebnis, ohne sie 15 Prozent. Auf einen Link innerhalb der Zusammenfassung klickte 1 Prozent. 26 Prozent beendeten die Sitzung danach, ohne Zusammenfassung 16 Prozent.

    Zur Studie bei Pew Research

Zitierte Quellen

Woher KI-Systeme ihre Belege nehmen.

  • Semrush · 10.11.2025

    The Most-Cited Domains in AI

    Methode: 230.000 Prompts in ChatGPT Search, Google AI Mode und Perplexity, wöchentliche Momentaufnahmen vom 14. Juli bis 12. Oktober 2025, je Woche die 25 häufigsten Domains.

    Befund: Reddit und LinkedIn lagen bei allen drei Systemen unter den fünf meistzitierten Domains. Der Anteil der ChatGPT-Antworten mit Wikipedia-Zitat fiel Mitte September von rund 55 auf unter 20 Prozent, während er bei AI Mode und Perplexity stabil blieb.

    Was daraus folgt: Die Quellenlage ist je System verschieden und innerhalb weniger Wochen veränderlich. Eine Messung ohne Datum sagt deshalb wenig.

    Zur Studie bei Semrush

  • Pew Research Center · 01.10.2025

    Americans have mixed feelings about AI summaries in search results

    Methode: Befragung von 5.153 Erwachsenen in den USA zwischen 18. und 24. August 2025.

    Befund: 65 Prozent begegnen KI-Zusammenfassungen zumindest manchmal. Von denen, die sie gesehen haben, halten 20 Prozent die Information für sehr oder äußerst nützlich, 52 Prozent für einigermaßen nützlich und 28 Prozent für wenig bis gar nicht nützlich.

    Zur Befragung bei Pew Research

Deutschsprachiger Raum

Wie hier gesucht wird.

  • maxonline · Österreich · 2026

    Suchverhalten im Internet 2026

    Methode: Online-Befragung in Österreich, rund 440 Teilnehmende, erhoben von einer österreichischen SEO-Agentur.

    Befund: 84,4 Prozent starten die Informationssuche bei Google, 40,6 Prozent bei KI-Chatbots, 28,1 Prozent nutzen die KI-Antworten in der Google-Suche. Rund die Hälfte setzt KI-Werkzeuge wöchentlich oder täglich ein.

    Einschränkung: kleine Stichprobe, Eigenerhebung eines Marktteilnehmers. Für Österreich derzeit trotzdem die konkreteste öffentliche Zahl.

    Zur Studie bei maxonline

  • Bitkom · Deutschland · 2026

    Künstliche Intelligenz in Deutschland

    Methode: Repräsentative Bevölkerungsbefragung ab 16 Jahren, jährlich wiederholt.

    Befund: 58 Prozent nutzen KI beruflich oder privat, 34 Prozent mindestens wöchentlich, 15 Prozent täglich. Unter den Nutzenden: ChatGPT 71 Prozent, Gemini 50 Prozent, Copilot 43 Prozent, Meta AI 35 Prozent, Perplexity 7 Prozent, Claude 5 Prozent.

    Zum Studienbericht bei Bitkom

  • BR Medienforschung · Deutschland · 2025

    KI & Search

    Methode: Befragung der 16- bis 69-Jährigen in Deutschland durch die Medienforschung des Bayerischen Rundfunks.

    Befund: 82 Prozent haben zur Informationssuche bereits eine Form von KI genutzt, 61 Prozent tun das regelmäßig. KI-Zusammenfassungen gehören für 41 Prozent zur wöchentlichen Routine, KI-Werkzeuge für 49 Prozent. Bei den 16- bis 29-Jährigen sind es 87 Prozent.

    Zur Studie beim BR

Wissenschaft

Die Arbeit, die GEO benannt hat.

Aggarwal, Murahari, Rajpurohit, Kalyan, Narasimhan und Deshpande: „GEO: Generative Engine Optimization", KDD 2024, arXiv:2311.09735. Das ist die Arbeit, aus der der Begriff stammt, und bis heute die am häufigsten zitierte Grundlage des Felds.

Methode: Die Autor:innen bauten GEO-bench, eine Sammlung von 10.000 Fragen aus 25 Themenfeldern, und testeten neun Textänderungen gegen eine unveränderte Fassung. Gemessen wurde, wie prominent eine Quelle in der erzeugten Antwort vorkommt.

Befund: Die wirksamsten Eingriffe waren Quellenangaben, wörtliche Zitate und konkrete Zahlen im Text. Sie hoben die Sichtbarkeit um 30 bis 40 Prozent. Keyword-Stuffing, der klassische Reflex, brachte nach Angabe der Autor:innen wenig bis nichts. Am stärksten profitierten Seiten auf den hinteren Rängen.

Die Einschränkung, die meistens fehlt: Die 40 Prozent sind ein Höchstwert je Methode und Themenfeld, kein Durchschnitt. Auf einem echten System, Perplexity, lag der Zuwachs bei bis zu 22 Prozent. Und gemessen wurde gegen Modelle aus 2024.

Zur Arbeit auf arXiv

Lesehilfe

Woran du eine brauchbare Zahl erkennst.

Sie nennt die Grundgesamtheit. Ein Anteil ohne Angabe, wovon, ist keine Aussage. „58 Prozent weniger Klicks" heißt bei Ahrefs: auf Position 1, bei Keywords mit AI Overview, gegen einen Erwartungswert.

Sie nennt den Zeitraum. Dieses Feld bewegt sich in Wochen. Die Semrush-Erhebung zeigt das direkt: ein Quellenanteil fiel binnen weniger Tage um mehr als die Hälfte.

Sie nennt die Methode. Gemessenes Verhalten wiegt schwerer als Selbstauskunft. Deshalb steht die Pew-Erhebung hier mit ihrer Stichprobengröße und nicht nur mit dem Ergebnis.

Und sie überträgt sich nicht automatisch. Alle Zahlen hier sind Durchschnitte über Märkte, Branchen und Sprachen. Was in deinem Fragenset passiert, sagt dir nur eine eigene Messung.

Häufige Fragen

Zu den Studien.

Wie oft wird diese Seite aktualisiert?
Unregelmäßig, sobald eine Studie dazukommt, die eine prüfbare Primärquelle hat. Das Datum oben sagt, wann zuletzt. Wenn es alt aussieht, ist es das auch.
Warum stehen hier so wenige Studien?
Weil die Aufnahmebedingung eine nachprüfbare Primärquelle ist. Der Großteil dessen, was in diesem Feld als Studie zirkuliert, ist die Zusammenfassung einer Zusammenfassung.
Gibt es eine Studie speziell für Österreich?
Eine öffentlich zugängliche mit konkreten Zahlen, die Erhebung von maxonline zum Suchverhalten 2026. Sie hat eine kleine Stichprobe und stammt von einem Marktteilnehmer, deshalb steht beides dabei.
Warum widersprechen sich die Zahlen zum Klickverlust?
Weil sie Unterschiedliches messen. Ahrefs vergleicht Klickraten je Position über zwei Jahre, Pew beobachtet Sitzungen. Beide Richtungen stimmen überein, die Höhe hängt an der Methode.
Kann ich diese Zahlen für meine Planung übernehmen?
Als Größenordnung ja, als Prognose nein. Es sind Durchschnitte über Märkte und Branchen. Ob dein Geschäft betroffen ist, zeigt erst eine Messung an deinem eigenen Fragenset.
Warum fehlen Zahlen zu Marktanteilen von KI-Suche?
Weil die kursierenden Erhebungen sich je nach Definition um Größenordnungen unterscheiden. Wir führen keine Zahl, die wir nicht einordnen können.
Ist die GEO-Arbeit von 2024 noch aktuell?
Ihre Methode schon, ihre Zahlen nur bedingt. Gemessen wurde gegen Modelle aus 2024. Der Befund, dass Zahlen, Zitate und Quellenangaben im Text helfen, hat sich seither in der Praxis gehalten.
Warum zählt Keyword-Stuffing laut der Studie nicht?
Weil generative Systeme Passagen verwenden und nicht Begriffe zählen. Die Autor:innen fanden für diese Methode wenig bis keine Verbesserung, während inhaltliche Anreicherung deutlich wirkte.
Wo finde ich die Rohdaten?
Bei den Herausgebern. Jeder Eintrag verlinkt auf das Original, weil eine Zusammenfassung ohne Weg zur Quelle genau das Problem ist, das diese Seite lösen soll.
Könnt ihr eine Studie ergänzen?
Gern, wenn sie eine öffentlich zugängliche Primärquelle mit Methodenangabe hat. Schreib uns die Adresse, wir sehen sie uns an.

Nächster Schritt

Finden wir heraus, wo du in KI-Antworten stehst.

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